Der Polterabend

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Der Polterabend ist ein uralter heidnischer Brauch, dieser reicht sogar weiter zurück als die christliche Hochzeitszeremonie. Er ist symbolisch für die Verabschiedung aus dem Kreis der unverheirateten und man zelebriert ihn mit Freunden, Verwandten und Bekannten. Hierzu nehmen sie Porzellan mit zerschmeißen es vor den Augen des Hochzeitspaares. Der dadurch erzeugte laute Lärm soll die bösen Geister vertreiben und bring nebenbei noch Glück. Wichtig ist im Nachhinein, dass das Paar die Scherben alleine zusammenkehrt, dies verspricht eine gute Zusammenarbeit und symbolisiert das schwierige Situationen in Zukunft zusammen bewältigt werden.

Was darf geworfen werden?

Es darf ausschließlich Porzellan und Steingut zertrümmert werden, auf keinen Fall Glas, dies bringt Unglück. Da es jedoch immer wieder unwissende Gäste gibt, die vorhaben, Glas zu schmeißen, sollte man vorher Warnschilder aufstellen, um diese aufzuklären.

Wann wird der Polterabend gefeiert?

Traditionell wird der Polterabend am Tag vor der Hochzeit gefeiert, jedoch möchte man Kopfschmerzen und Augenringe vermeiden, deshalb wird er heutzutage schon zwei bis drei Tage vor der Hochzeit gefeiert. Er endet zur Geisterstunde.

Wo findet er statt?

Normalerweise wird der Polterabend vor dem Haus des Paares gefeiert, aber auch hier haben sich die Zeiten geändert und so manches Paar feiert ihn in den eigenen vier Wänden oder in einem extra dafür gemieteten Raum.

Verpflegung

Für Essen und Trinken sind die Gastgeber verantwortlich. Hier lautet die Devise: Lieber zu viel als zu wenig, denn nichts wäre peinlicher wenn die Gäste schon vor Mitternacht nichts mehr zu Essen hätten.

Der „Letsch"

Anzugpflicht herrscht an diesem Abend nichts, denn er sollte als ein völlig zwangsloses Fest angesehen und auch so gefeiert werden. Dass der Polterabend mit Freunden und Bekannten ausgelassen gefeiert wird, ist immer häufiger der Fall.

Ein weiterer neuer Trend ist der sogenannte Letsch. Sollte das Hochzeitspaar auf den Lärm verzichten wollen, oder aufgrund unangenehmer Befürchtungen über das Ausmaß der Scherbenmenge, die sie treffen könnten, auf das Poltern verzichten wollen, eignet sich der Letsch hervorragend. Geschenke sind hier erwünscht.